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  • 41751 Viersen-Dülken
    Kirche St. Cornelius

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    °C
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    letzte Messung:
    18:32
    h
  • 40627 Düsseldorf-Unterbach
    Kirche St. Mariä Himmelfahrt

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    °C
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    62,9
    %rF
    letzte Messung:
    18:36
    h
  • 31134 Hildesheim
    Michaeliskirche

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    22,2
    °C
    Feuchte:
    64,2
    %rF
    letzte Messung:
    18:35
    h
  • 53111 Bonn
    Münsterbasilika St. Martin

    Temperatur:
    24,4
    °C
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    60,8
    %rF
    letzte Messung:
    18:35
    h
  • 40668 Meerbusch-Lank
    Kirche St. Stephanus

    Temperatur:
    24,5
    °C
    Feuchte:
    73,4
    %rF
    letzte Messung:
    18:35
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  • 52062 Aachen
    DOM

    Temperatur:
    23,5
    °C
    Feuchte:
    72,6
    %rF
    letzte Messung:
    18:33
    h
  • 83253 Rimsting
    Kirche St. Nikolaus

    Temperatur:
    20,8
    °C
    Feuchte:
    65,0
    %rH
    letzte Messung:
    18:36
    h
  • 50676 Köln
    Krypta Maria im Kapitol

    Temperatur:
    18,5
    °C
    Feuchte:
    80,3
    %rF
    letzte Messung:
    18:31
    h

Aktuelles

04.07.2016

„175 Jahre MAHR - JUBILÄUM“

Kurzes Innehalten war angesagt; nicht nur an die letzten 175 Jahre denken, sondern mit Kunden und...

03.06.2016

Teilnahme am B2RUN-Lauf

Bei der 1. Auflage des B2RUN-Laufes (vormals actimonda-Businessrun) am 12. Mai durch den Tivoli und...

29.03.2016

"Sie bringen Wärme nicht nur in Kirchen"

AZ, 16. März 2016

  • Kirche St.-Hubertus, Grosselfingen
    MAHRCALOR®- Kirchenheizung Baujahr 2010
  • MAHR Archiv
    Informationen und Grundrisse tausender Kirchen lagern in unserem Archiv
  • St. Petri zu Lübeck
    MAHR Actherm® Regeltechnik für 22.000 m3 Kirchenraum
  • Sankt Johann, Denkingen
    MAHR-Kirchenheizung 1978 – Langlebig durch Qualität und regelmäßige Wartung
  • Dom und Liebrauenkirche in Trier
    MAHR Heizsysteme im UNESCO-Welterbe
  • Kirche im Winter
    Nur durch Nutzung können Kulturgüter erhalten werden

Fußbodenheizung

Aufbau des Systems:

Auf den Unterbeton wird zunächst eine Wärmedämmung aufgebracht, um Wärmeverluste ins Erdreich zu reduzieren. Über der Dämmung wird dann eine Dampfsperre (meist eine Kunststofffolie) aufgebracht, worauf dann die eigentliche Fußbodenheizung verlegt wird. Diese kann sowohl als Warmwasser- wie auch als Warmluftfußbodenheizung verlegt werden. Auch eine Beheizung des Fußbodens über elektrische Widerstandsdrähte ist denkbar. Als wasserführende Rohre können sowohl Kupfer- wie auch Kunststoffrohre verlegt werden. Über der eigentlichen Fußbodenheizung wird dann ein Heizestrich eingebracht, worüber dann der endgültige Fußbodenbelag verlegt wird.

Vorteile dieses Systems sind:

  • Die etwas höhere Temperaturempfindung des Kirchenbesuchers aufgrund der erwärmten Bodenfläche.
  • Das Fehlen irgendwelcher Gitterflächen im Fußboden.

Auch wir haben viele Fußbodenheizungen in Kirchen ausgeführt, allerdings so gut wie nie als alleiniges Heizsystem, sondern immer in Kombination mit einer Heizung, die in der Lage ist, auch die Oberflächentemperatur der Raumumschließungsflächen gesichert oberhalb der Taupunkttemperatur (der Temperatur, bei der sich Luftfeuchtigkeit wie z.B. an einem Badezimmerfenster niederschlägt) zu halten.

Nachteile des Systems sind:

  • Sehr oft mangelnde Heizleistung und die daraus resultierend fehlende Möglichkeit, alle Wand- und Deckenflächen über der Taupunkttemperatur zu halten.
  • Der Wärmebedarf einer Kirche ist eine anlagenunabhängige Gebäudeeigenschaft, der allerdings allein durch eine Fußbodenheizung in der Regel nicht gedeckt werden kann. Nach unserer Erfahrung ist die Fußbodenheizung in der Lage, nur 35 bis 50% des errechneten Wärmebedarfs zu decken. In der Regel sind deshalb zusätzliche Heizsysteme erforderlich.
  • Oft hört man auch, dass die Temperaturverteilung im Raum bei einer Fußbodenheizung viel besser sei, da nur dort geheizt wird, wo die Menschen sind und der Deckenbereich gleichzeitig kühl bleibt – physikalisch ist das jedoch kaum möglich, da warme Luft immer leichter ist als kalte und die über dem Boden erwärmte Luft wird immer nach oben steigen. Ergebnis dieses „Temperaturausgleichs“ sind oft erhebliche Luftbewegungen, die als unangenehme Zugerscheinungen empfunden werden.
  • Diese aufsteigende Luft, die z.B. aufgrund von Schneekleidung sehr feucht sein kann, trifft in Kirchen mit Fußbodenheizung oft auf kalte Wand- und Deckenflächen, wo die Feuchtigkeit auskondensiert und zu einer verstärkten Schmutzanhaftung führt. Das nebenstehende Foto einer Kirche mit Fußbodenheizung zeigt eine ausgeprägte Abbildung von Wärmebrücken und verdeutlicht diesen Zusammenhang sehr klar. Im Bereich des dahinter verlaufenden Kamins wiederum ist die Wandoberfläche deutlich wärmer und die Schmutzanhaftung wesentlich geringer.


Fazit

Eine in allen Bereichen über dem Taupunkt liegende Gebäudehülle bleibt also wesentlich länger sauber – weil trocken - Renovierungszyklen können deutlich verlängert werden.

  • Die Regelbarkeit einer Fußbodenheizung ist sehr eingeschränkt und träge. Einmal in den Fußboden eingespeicherte Wärme fließt auch dann in den Raum, wenn sie gar nicht mehr benötigt wird. Umgekehrt vergehen teilweise mehrere Stunden, bis bei einem Aufheizvorgang der gesamte Fußboden aufgeheizt ist und bis Wärme in dem Kirchenraum wirksam wird.
  • Der Einbau einer Fußbodenheizung setzt immer eine Erneuerung des gesamten Fußbodens voraus. Wenn dies z.B. im Rahmen einer größeren Renovierung sowieso vorgesehen ist, kann der Einbau einer Fußbodenheizung als Zusatzheizung vertretbar sein. Eine Erneuerung eines intakten Fußbodens nur um eine Fußbodenheizung einzubauen, halten wir auch aus Kostengründen für fraglich.